Alle Jahre wieder…

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Die Sonne scheint, die Tage werden wieder länger und man kann ganz bedenkenlos im Pulli auf der Terrasse Kaffee trinken. Der Frühling – mein Freund und Lichtblick. Ich gehöre nämlich zu der Spezies, die mit Weihnachten nicht viel anfangen kann und die Schnee nur daheim vom Sofa aus schön findet aber auch nur dann, wenn er bis zum Morgen wieder weggetaut ist, sonst stört er nur beim Autofahren.

Geschenke gibt es leider auch noch keine, nicht mal den Dunst einer Idee, zumindest nicht für die wichtigen Personen im Leben..ach doch, habe ich mir doch erst selbst zwei Handtaschen gekauft. Siehste – doch alles gut.

Und dann stehen wir am 24. auf und tun so als wenn es keinen schöneren Tag im Jahr gäbe und wir uns noch nie mehr geliebt haben und alles ist toll und glitzert..is‘ klar. Nicht mal ’nen Baum gibt’s dieses Jahr, den man im Eifer des Gefechts mal kurz anzünden könnte. Grund dafür – als würden die Eltern nicht schon reichen zur absoluten Glückseligkeit – muss man noch die Familie besuchen, nennt man dan Urlaub ist aber nicht so, weil das Cousinchen beschlossen hat der 2.1. wäre ein Traumdatum zum Heiraten. Und von Weitem höre ich leise mein Sofa flüstern…komm zurüüück.

Aber alleine auf dem Sofa ist auch nur bedingt schön  und zudem ist es nicht mal meins, das zumindest sagt Mama. Sie muss es ja wissen, hat ja auch ’n Haufen Blech gekostet, dafür, dass man nicht mal alleine ganz draufpasst. Nicht mein Sofa, nicht meine Wohnung aber meine ganze Unordnung. Habe vor Verzweiflung fast ein Penthouse in Pfuiguggug für lässige 1000 Lachos angemietet, nur um nackt auf MEINEM Sofa zu liegen und meine Unordnung zu begutachten. Habe dann doch lieber den Kirschbaum im Garten umarmt, um mich zu erden, einen Kaffee aus Mamas Vollautomat gelassen und dann in ihrer Pfanne Abendessen gekocht – aus ihrem Kühlschrank. Ha!

Das Jahresende läuft für mich also wie gewohnt hervorragend, Liebe liegt in der Luft und müsste ich nicht arbeiten, würde ich bestimmt Strohsterne basteln oder kleine Weihnachtsbäume filzen.

Wenn es auch bisher nichts mit der eigenen Wohnung wurde, eins ist mir sicher geblieben, der ungetrübte Optimismus, der mir sagt: Neues Jahr – neues Glück. Luft nach oben ist genug…

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