My Valentine? My ass!

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Bild von Maria Gideon

Ich hatte ja eigentich vor passend zum Tag der geistig Umnachteten zu schreiben, habe mich dann aber darauf besonnen meinen Kater zu pflegen und die Waagrechte nur im Notfall zu verlassen, anstatt dem Klischee des verbitterten Singles zu frönen, der an Valentinstag Hasstexte in die Welt sendet à la „gehe mal verliebte Pärchen im Park vergiften‘ was synonym die möchtegern coole Variante von ‚keiner liebt mich‘ ist und sinnbildlich dafür steht, dass man sich eigentlich selbst nicht liebt.

Ungeachtet der Tatsache, dass ich mir aus dem Valentinstag noch nie viel gemacht habe, wirbelt der ganze Hype drumrum dennoch einige Gedanken auf. Scherbenhaufen, vergeudete Liebesmühen, gescheiterte Kämpfe und gebrochene Herzen. Ich grinse mir gehässig eins ins Fäustchen, wenn Mädels beledigt von dannen stapfen, weil ihr Lover ihnen Ferrero Küsschen, statt Mon Cheri geschenkt hat und damit unterschwellig eine völlig falsche Botschaft sendet und nebenbei noch ihre Haselnussallergie vergessen hat, weil er ja eh nie richtig zuhört. Irgendwie süß. Das waren noch Sorgen, damals, mit 16. Vielleicht deshalb, weil wir früher schon nach 3 Wochen von tiefen Gefühlen geschwärmt haben und paar Tage später schon wieder für einen anderen. Gelitten haben wir wie Hunde, wenn er mal nicht auf eine Nachricht geantwortet hat oder die neuen Ohrringe als hässlich betitelte. Da reichte ein Valentinstag schon mal aus, um wieder alles richtig und gut zu machen.

Heute kehren wir verhältnismäßig Glascontainerinhalte an Scherben zusammen, stellen uns die Frage,  woran wir mal wieder gescheitert sind nach all den Jahren und haben gelernt, dass weder Mon Cheri noch Ferrero Küsschen helfen, wenn man wieder alleine da steht. Heute braucht es mehr als einen Valentinstag. Es braucht einen Mann, der neben Konfettiherzchen und überteuerten Rosen jeden Tag im Jahr an unserer Seite steht, furchtlos und stark, bereit angstfrei in die Zukunft zu blicken. Dazu braucht es Mut wieder zu wagen, die Bereitschaft wieder vertrauen zu können und die Leichtigkeit zu genießen.

 

 

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