Skyfall

Nach dem zigsten Anlauf der letzten Wochen einen Text zu verfassen, sei er noch so kurz, ist es heute nun endlich soweit.

Tatsächlich ist in letzter Zeit nur wenig passiert, was der Berichtserstattung würdig gewesen wäre. Denn erstens, es kommt immer anders und zweitens, als man denkt… das wussten schon andere vor mir. Heute weiß ich es auch.

Anders? Nun ja, man hat von gewissen Sachen eine ziemlich klare Vorstellung, eine Idee wie es ist, eine Hoffnung wie es wird und eine Sicherheit wie man mit all den Dingen umgeht, die einem auf dem Weg begegenen. Und dann prallt man mit 18493957 kmh auf den Boden – Fallhöhe: weit über Stratosphäre, Missing thing: Fallschirm und Sturzhelm. Hier prallen nicht nur Menschen auf Asphalt, sondern Welten aufeinander, die Welt, die wir uns erschaffen haben auf die Welt in der wir leben, Vorstellungen auf Fakten und bodenlose Gutgläubigkeit auf nackte Realität. Und mit hier, meine ich einen Ort, den wir alle in uns selbst beherbergen. Ein nicht greifbares Organ und damit nicht zum Umtausch geeigent. Die Seele.

Und wenn man dann sprichwörtlich aus allen Wolken gefallen ist und es einen atomaren Schlag gelassen hat, dann sieht man die Dinge plötzlich sonnenklar. Wir alle haben im Leben mindestens einen freien Fall vor uns, der ein oder andere bereits schon hinter sich. Das sind immer die Momente im Leben, mit denen man nie gerechnet hätte, deren Ausmaß man sich selbst im Ansatz nicht vorstellen konnte und mit denen wir final meist ganz und gar anders umgehen, als in der profilaktischen Notfallagenda vermerkt.

Das Besondere an diesem Umstand ist die Wende, die er mit sich bringt und damit verbunden die vorher erwähnt Klarheit darüber, was wirklich und ausschließlich zählt. Das Bewusstsein wird dahingehend geschärft, auszusieben. Was brauche ich wirklich, was tut mir gut und welcher Mensch hat es vedient an meinem Leben teilzunehmen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen und es zeigen sich wahre Gesichter und wahre Freunde.

Es wäre nicht ich, wäre nicht auch ein wenig Herz-Rhythmus-Swag mit dabei. 🙂 Denn neben Mama und Papa seid ihr* meine Familie geworden.

An dieser Stelle ist es mir ein Anliegen euch aus tiefstem Herzen zu danken, euch, die ihr meine Fallschirme seid, mich tragt, wenn es nötig ist, mir die Windrichtung vorgebt, wenn ich die Orientierung verloren habe, mich begleitet, auf all meinen Wegen, wohin sie mich auch führen und die ihr bei stärkstem Sturm nicht die Reißleine zieht.

Nichts Besseres als ihr hätte mir passieren können.

 

*Da ich auf meinem Blog grundsätzlich keine Namen veröffentliche, es sei denn, es war geplant und gestattet, werde ich weiterhin brav eure Privatsphäre wahren. Da ich allerdings finde, dass jeder von euch, den ich mit ‚ihr‘ meine einen Orden verdient hat und mir absolut kein Weg einfällt, euch hier wie Susi von Herzblatt unerkannt zu nennen, habe ich mich für eine unverfänglichere Variante entschieden euch persönlich zu danken. Lasst euch überraschen.

 

 

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