Spontan verknallt 

Kennen wir alle, ab und an, wenn auch nicht häufig, passiert es. Zack – schockverliebt. Da mich in letzter Zeit die Muse verlassen hat und alles was ich zu sagen hätte, wohl mehr als nur verwerflich wäre, lasse ich Yvonne den Vorzug ihre Ergüsse an dieser Stelle zu publizieren.

 

Spontan verknallt

Fahrradkauf.

Du warst der Verkäufer

und so begann der Selbstläufer:

 

Beratung.

Viel steht zur Wahl,

am Ende sind es zwei an der Zahl.

Die Vernunft sagt: „Das Eine“,

das weibliche Auge will das Extrafeine.

Immer das Gleiche mit mir

und bin komplett abgelenkt von dir.

 

Probefahrt.

Draußen Regen,

aber ich will mich jetzt bewegen.

Gott bewahre,

da bringt er mir ein Handtuch für die nassen Haare

und ein Tempo für die laufende Nase.

Das war wirklich goldig,

außerdem bist du witzig und geduldig.

Ich bin einfach ich – völlig entspannt,

heute wird es gerne „echt“ genannt,

denn bis dato hatte ich es noch nicht begriffen,

sonst hätte mich die Verlegenheit schon ausgepfiffen.

 

Kauf.

Ich verlasse den Shop

und erst jetzt denk‘ ich: Moment mal, stopp!

Wer und was war das?

Junge krass.

Ich glaub, ich steh im Wald.

Hab ich mich spontan verknallt?

Holly shit!

Maybe a little bit.

 

 

Abholung.

Ich hab ’nen Plan

und probiers mit Charme.

Kack‘ mir dreimal ins Hemd,

während mein Herz Marathon rennt,

warte auf den richtigen Moment.

Geb‘ dir ein Stück Papier mit meiner Nummer

und hoffe es endet nicht mit Liebeskummer.

„Kannst dich ja mal melden, wenn du magst“,

„Mach ich“, ist alles was du sagst.

 

 

Nachricht.

Hey na alles klar?

Ich wusste gar nicht wie mir geschah.

Kein Kaffee,

lieber einen Tee

oder ein Bier

in Göppingen bei dir.

Doch er schreibt,

der problematische Faktor ist Zeit.

Aber vielleicht bekommt er es nächste Woche mal rein,

ich könnte vor Freude schreien.

 

Funktstille.

Es verblasst die Rosarotebrille.

 

 

Manchmal geht’s nicht um das Happy End

sonders um die Geschichte,

die ich hiermit veröffentliche.

Der Prolog war perfekt,

doch im Epilog die Quintessenz steckt.

Ich sagte mir, „Du kannst!“

und mein Mut war größer als die Angst.

Der Wunsch dich kennenzulernen war der Antrieb,

der Schattensprung mein persönlicher Sieg.

Natürlich bin ich etwas traurig

aber ging’s mir nicht hauptsächlich um das Trau-Dich?

 

 

Yvonne Seile

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