Und wenn ich nicht hier bin…

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… bin ich aufm Sonnendeck…oder in ’ner Lebenskrise oder mitten im Prozess.

Das sind die Punkte im Leben, die nur rückwirkend keine Bauch- und Kopfschmerzen bereiten. Wendepunkte, Tiefpunkte und Höhepunkte sind genau genommen die wesentlichen Stationen unseres Lebens. Wir rechnen mit Unbekannten, freuen uns, wenn wir mit anderen auf einen Nenner kommen und unsere Herzen schlagen im Sinusrhythmus. Vielleicht ist die Mathematik dem realen Leben doch näher als ich bislang dachte.

Und immer wieder stellt uns das Leben schier unlösbare Aufgaben, die uns Angst machen. Manchmal so sehr, dass wir es fast nicht wagen sie in Angriff zu nehmen. Und die Angst, sagte mir ein Freund, ist der schlechteste Berater. Dann hilft meist nur eins. Logisch Denken und strategisch verfahren. Ziel fokussieren, Emotionen eintüten und mit den letzten Kraftreserven in den Kampf ziehen. Genau diesen führen wir immer und ausschließlich mit uns selbst. Dabei kann auch keiner helfen.

Wohin geht die Reise? Würden wir uns stets auf einer Geraden bewegen, wäre die Entscheidung in welche Richtung wir gehen wollen kleiner drei. Aber manchmal stehen wir in einem Kreis. Alle Wege stehen offen, der Radius liegt in unserem persönlichen Ermessen aber wir sehen den Ausweg nicht vor lauter Möglichkeiten. Die Panik geht Richtung unendlich und man selbst tritt auf der Stelle. Aber Wurzeln schlagen hilft auf lange Sicht gesehen auch nicht. Wir müssen uns für eine Richtung entscheiden. Und es sind die Regeln, die wir uns auferlegen und unsere persönliche Erwartungshaltung, die es schier unmöglich scheinen lassen, dass wir den „richtigen“ Weg einschlagen. Die Blockade ist perfekt. Error im Betriebssystem. Führt zu keinem Ergebnis. Ist ein bisschen wie durch Null teilen.

Ich glaube, dass wir manchmal nach den Regeln des Lebens spielen sollten. Immerhin ist ja der Weg das Ziel. Sagt man doch so. Die Überzeugung ist unser Motor und die Belohnung unsere Motivation. Aber überzeugen können wir uns nur selbst. In dieser Zeit müssen wir manche Dinge ausklammern, um die Rotation auf ein Minimum zu reduzieren und den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren. Und am Ende haben wir den Problemberg überwunden und damit all unsere Ängste und Zweifel.

Ich schließe für mich daraus, dass die Mathematik des Lebens sicher nicht leicht ist aber dennoch zu bewältigen, denn in jedem von uns steckt ein bisschen Genie. Und heute weiß ich, dass mein Mathelehrer recht hatte als er mir sagte, dass eigentlich jede Gleichung lösbar wäre. Manchmal dauert es eben nur etwas länger. Auch dann, wenn x und y schon lange keine Unbekannten mehr sind.

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