Die Sache mit dem Karma

Ihr kennt das mit dem miesen Karma, zumindest aber das Buch, gelber Hintergrund, blaue Ameise. Klingelts?

So kann es nämlich enden. Da muss man nicht studiert haben um zu verstehen, dass es karmisch nicht so rund lief, wenn man nun im Wald wohnt und den ganzen Tag Dinge von A nach B schleift.

In meinem Fall gäbe es da wohl mehrere Möglichkeiten der Wiedergeburt. Zum einen der Stein, einfach nur deshalb, damit all die Wortschwälle und emotionsschwangeren Monologe einen angemessenen Ausgleich finden würden. Zum anderen wäre da nochmal der Stein. Aus dem anderen ganz einfachen Grund, nämlich weil dieser gefühlsmäßig eher kühl aufgestellt ist. Das wäre die Strafe für ein umarmendes, warmes und sonniges Gemüt. Es wird von der Umwelt zwar lächelnd angenommen, zeitgleich aber gerne als naiv, realitätsfern und bodenlos optimistisch und somit als geisteskrank abgetan. Wer kann schon fast immer gut drauf sein und ohne wenn und aber an Glück und Liebe glauben? Ich kann das. Als Stein wäre ich hoffnungslos verloren…achso, Steine hoffen ja nicht. Ich sage nein – nein zum Stein und nein zum Karma.

Karma, was ist das überhaupt? Die Hau-mir-auf’s-Maul-Keule, weil man mal was falsch gemacht hat? Da müssten wir ja alle rund um die Uhr leiden und der Stein wäre auf der Wiedergeburtenskala noch ein echtes Highlight. Denn immerhin geht es auch bei falschen Entscheidungen und Taten um die Intension dahinter. Manche Dinge lernt man eben erst, wenn man sie mal falsch gemacht hat. Das weiß man dann wiederrum erst im Nachgang, also alles halb so wild? Nicht ganz. Neben der Intension, die in dem Fall keine böse ist, gibt es noch die Intuition, das Bauchgefühl auch bekannt als sechster Sinn. Haben wir alle, nur der ein oder andere kann da einfach besser weghören und -fühlen. Hallo und herzlich Willkommen bei den Emotionskrüppeln, die, die es sicher nicht in die karmische Steinliga schaffen, die müssen das erst noch lernen, damit sie im nächsten Leben emotionslos rumstracken dürfen. Ich würde gerne, aber ich kann nicht. Ich sollte es lieber lassen, aber ein bisschen geht noch. Klarer Fall von organisiertem Selbstbetrug, das ist quasi schon  organisiertes Verbrechen an sich selbst und meist auch zeitgleich noch an mindestens einer weiteren daran beteiligten Person. Und nur aus dem Grund weil man sich nicht festlegen will, weil man sich selbst der Nächste ist oder weil gerade der Moment nicht sooo gut passt. Kleiner Tipp: Das Problem sind immer und ausschließlich wir selbst. Umstände sind wie sie sind und unser Wille und unser Gefühl sind ihnen gleichgestellt, niemals untergeordnet, es sei denn, wir wollen sie den Umständen unterordnen. Denn manchmal muss das eine wegen des anderen anstehen, dabei geht es um Prioritäten. Dennoch muss man die Dinge nicht einfach verbannen, als ungeschehen und nie dagewesen erklären. Das ist dann Schwäche sich den Dingen zu stellen, sich damit auseinanderzusetzen und wahrzunehmen von was sie geleitet sind. Nämlich von Emotionen – immer und immer wieder.

Vielleicht ist Karma auch das, was verlorene, aufgegebene oder verdrängte Emotionen wieder ausgleichen soll. Möglichkeiten, die man, aus welchem Grund auch immer, nicht leben konnte. Man wird zurück an den Punkt geführt, den man erst rückblickend als den tatsächlichen eigenen Standpunkt erkennt und muss an dieser Stelle lernen, wie man es richtig gemacht hätte. Manchmal schmerzlich, manchmal friedlich, aber immer mit der Lektion behaftet es dieses Mal zu verstehen und nun die Möglichkeit ergreifen zu können es besser zu machen. Das sind die zweiten Chancen, die wir uns immer so sehr wünschen. Wir nehmen sie oftmals nicht als solche wahr, denn sie kommen nicht als Geschenk verpackt daher. Hier geht es ja aber auch nicht um Belohnung, sondern darum,  zu verstehen, zu lernen und zu wachsen. Sind wir also froh, wenn wir mal wieder an den Punkt geführt werden, an dem es schon mal weh getan hat, denn egal wie es ausgeht, wir lernen etwas dazu und im schlimmsten Fall, war es eben mal wieder eine Erfahrung, die wir erst rückblickend begreifen.

„Man kann das Karma nicht richtig verstehen, wenn man es von der Seele trennt.
Das Karma existiert um des Wachstums der Seele willen.“ (Sri Chinmoy)

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